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Auf den Spuren eines Schwertransportes

Wenn die Giganten über die Straße rollen, ziehen sie die Blicke magisch an. Sie könnten sicherlich auch nicht wegschauen, wenn ein Schwertransport Ihren Weg kreuzt. Oft sind sie mehrere Hundert Tonnen schwer und erreichen eine Länge von bis zu 50 Metern. Und auch die Breite von etwa 7 Metern ist nicht zu unterschätzen. Diese Transporte werden schon Monate im voraus bis ins kleinste Detail geplant. Solch ein Meisterwerk der verkehrstechnischen Logistik läuft immer innerhalb eines gesetzlich vorgeschriebenen Schemas ab. Mehr dazu und noch viele andere interessante Details erfahren Sie im nachstehenden Text.

Deutschland und der Schwertransport

Alle Straßen werden nach bestimmten Standards erbaut. Diese regeln unter anderem die Breite und das zulässige Gesamtgewicht auf der Fahrbahn, aber auch die Höhe von Brücken. Selbiges gilt auch für die Fahrzeuge, welche stets nach einer bestimmten Norm gebaut werden. Alles, was über die vorgeschriebenen Gewichte und Abmessungen hinausgeht, zählt als ein Schwertransport. Dabei kann zusätzlich auch in Großraumtransport unterschieden werden.

Was lädt so ein Schwertransport?

Die Fahrzeuge an sich sind bereits auf ein größeres Gesamtgewicht ausgelegt, als es die Straßenverkehrsordnung vorgibt, um somit eine Sicherheitsreserve zu schaffen. Daher wäre es am wirtschaftlichsten diese Fahrzeuge komplett auszulasten. Doch das Gesetz und die Verwaltung sehen das nicht so, da ein Schwertransport auch eine zusätzliche Belastung für den Verkehr und die Straßen darstellt. Aus diesem Grund darf dieser auch nur mit einer behördlichen Ausnahmegenehmigung stattfinden. Dafür muss aber auch ein Ausnahmegrund existieren, den bei einem Schwertransport immer die Ladung ausmacht. Es muss aufgrund der Größe und des Gewichtes unmöglich sein die Ladung mit einem oder mehreren Lkws, zu transportieren. Das heißt, der Transport muss an einem Stück erfolgen. Ist die Ladung auf mehrere Lkws aufteilbar, ist dieser Ausnahmegrund nicht gegeben. Unteilbar bedeutet aber nicht nur das die technische Zerlegung unmöglich ist, sondern auch wenn Zerteilung und Zusammenbau enorme Kosten verursachen würden.

Kein Schwertransport ohne Genehmigung

Zunächst wird die technische Eignung des Fahrzeugs überprüft und begutachtet, um damit die fahrzeugbezogene technische Zulassung zu erhalten. Im nächsten Schritt folgt eine straßenbezogene Erlaubnis. Diese ist nötig um eine Strecke festzulegen, auf welcher der Gigant ohne größere Probleme fahren kann. Für einen unspektakulären Schwertransport wird diese Genehmigung schon mal pauschal oder für einen längeren Zeitraum ausgestellt. Handelt es sich aber um einen monströsen Transport muss die Strecke genaustens unter die Lupe genommen werden. Durch die große Länge und Breite kann es so schon mal vorkommen, dass Straßenschilder abmontiert oder Baustellen geräumt werden müssen, während der Transport rollt.